Gottesdeinst im Grünen 2019 - Alles neu!

Der Wiestalgottesdienst am 12.05.2019 hatte für manchen Teilnehmer besonderes Gewicht. Vom Geburtstagskind Andreas Forro, den neuen Konfis, die mit ihrem Anspiel das erste Mal im Gottesdienst aktiv waren bis zu Pfarrer Conzelmann, für den es voraussichtlich der letzte Gottesdienst im Wiestal war – umso schöner für ihn, dass er wirklich auf der Wiese stattfinden konnte.

Trotz vieler Regentage im Voraus war der frisch gemähten Wiese kaum etwas davon anzumerken.

Warm angezogen und am besten noch mit einem Sitzkissen ausgerüstet war die kühle Temperatur gut auszuhalten. Die Bänke waren gut belegt – echt schön, dass so viele mit dabei waren.

Pfarrer Schilling begrüßte uns zusammen mit einer Vogelscheuche. Er hatte sie symbolisch für unser Leben mitgebracht. Auch neue Kleider enden evtl. an einer Vogelscheuche. Aber wir sollen uns durch Gott erneuern lassen, denn ER macht alles neu.

Anschließend brachte Pfarrer Conzelmann mit einer kurzen Abfrage die Gottesdienstbesucher in Bewegung. Aufstehen sollte, wer einen Diesel fährt, aus Ohmden oder Holzmaden kommt… und auch die Nutella-Esser durften sich bekennen.

Vor der Predigt über Joh. 5,1-16 führten uns die Konfis die Szene der Heilung am See Bethesda als Anspiel lebhaft vor Augen. Ein technischer Höhepunkt war das sprudelnde Wasser des „Sees“. Das Team scheute keine Mühen, um uns Gottesdienstbesuchern anschaulich zu machen, was vor ca. 2000 Jahren geschah: Ein halbes Leben (aus damaliger Sicht vielleicht sogar fast ein ganzes Leben) saß ein Mann neben dem Teich, der bei Bewegung des Wassers Heilung versprach. Aber niemand half ihm, rechtzeitig in das Wasser zu steigen, denn er war gelähmt. Doch Jesus sah diesen einen Mann und sagte zu ihm: Steh auf! Später im Tempel sagte Jesus dann zu ihm: Sündige nicht mehr.

Pfarrer Conzelmann fasste die Predigt zusammen: Sünde (das ist Trennung von Gott) ist schlimmer, als jede Krankheit. Ein Leben ohne Gott ist ein Schattendasein.

Mit Bezug auf den Muttertag appellierte er an uns, dass wer so viel Liebe bekommen hat, soll den auf dem Boden liegenden helfen und zusprechen: Steh auf!

Wie jedes Jahr brachte der Jesinger Posaunenchor Farbe in den Gottesdienst. Nicht zu vergessen, dass hauptsächlich die Bläser, dazu noch viele andere Helfer, wie immer alles perfekt geplant haben. Bänke waren gestellt, Liedblätter gedruckt, für den Ton war gesorgt, der Altar war geschmückt.

Auch für das leibliche Wohl nach dem Gottesdienst war gesorgt und die Feuerwehr hatte nicht nur für die kleinen Gäste Wasserspiele mit dabei.

Dank an alle Köpfe, die geplant haben, alle Hände die im Voraus und hinterher mit angepackt und alle Lippen, die festliche Töne zum Klingen gebracht haben. Und an alle offenen Ohren und Herzen, die von Gottes Wort beschenkt wurden und die Gemeinschaft gelebt und erlebt haben.

Carmen & Bernd Lauterwasser