Hinweise und Bemerkungen in der Corona-Zeit

Gewöhnlich sind die Online-Gottesdienste aus dem Distrikt im Jesinger Youtube-Kanal, nämlich hier

 

Diesen Sonntag kommt der Gottesdienst von Pfarrer Taut aus Holzmaden und kann hier  abgerufen werden.

Vielen Dank an Jan Hoyler aus Jesingen für das Aufbereiten und Schneiden!!

Masken, Lieder und fröhliche Gesichter

Kann man Gottesdienst auch mit Maske, Desinfektionsmittel und Sicherheitsabstand feiern? Am Sonntag zeigte eine kleine, aber motivierte Gruppe, dass dies möglich ist. Im gut gelüfteten und desinfizierten Kirchenraum feierten wir mit Sicherheitsabstand Gottesdienst zum Sonntag Kantate. Mit Herrn Tobias an der Orgel (und auch als Solist) kam sogar das Singen zum Zug und wir freuten uns an der Musik, den Melodien und den Texten der alten Lieder. Beim Schwätzle nach der Kirche war deutlich: es war’s wert, dass wir den Versuch gestartet haben. Kommenden Sonntag treffen wir uns wieder. 

Weil die Besucher der beiden Gottesdienste  auch mit Abstandhalten in einem Gottesdienst untergekommen wären, werden wir nächsten Sonntag auch nur einen Gottesdienst feiern.

Also: 


Sonntag, 17. Mai 2020, 10.30 Uhr Gottesdienst (Pfr. Schilling).

Bitte bringen Sie wenn möglich Gesangbuch und Maske von zu Hause mit. (Wer keine Maske hat, erhält eine am Eingang)


In den kommenden Wochen möchten wir, wenn das Wetter schön ist, immer wieder den Gottesdienst an der frischen Luft feiern. Dann sind wir in der Teilnehmerzahl nicht so begrenzt. Da montags bei Abgabe des Mitteilungsblattes das Wetter vom Wochenende oft nicht absehbar ist, kann es sein, dass wir spontan den Gottesdienst in den Gemeindehausgarten verlegen. 


Gottesdienstaufzeichnung, Lesepredigt, online-Angebot

Von den Ohmdener Gottesdiensten werden Tonaufnahmen an Interessierte nach Hause gebracht. Die Abspielgeräte benötigen kein technisches Können. Melden Sie sich einfach im Pfarramt, falls Sie das ausprobieren möchten.  Auch in den kommenden Wochen kommt eine Lesepredigt unter den kirchlichen Mitteilungen der Kirchengemeinde Hepsisau, diese Woche von Pfarrerin Brehm. Den online-Gottesdienst macht Pfarrer Taut. Sie finden ihn hier

Es geht wieder los!

(Text vom Mitteilungsblatt am 7. Mai)

 

Acht Wochen waren alle Gottesdienste in unseren Kirchen verboten. Jetzt gehen die Kirchentüren wieder auf! Natürlich gibt es noch viele Einschränkungen, aber es ist schön, dass wir uns in unserer Ohmdener Kirche wieder treffen können – wenn auch mit Abstand.Dass wir gemeinsam zu Gott beten können. Dass wir öffentlich Gottesdienste feiern können. Wir hatten uns so daran gewöhnt, dass wir es manchmal gar nicht mehr merkten, wie gut es uns geht.

Am liebsten würden wir ein großes Fest feiern mit viel Singen (besonders am Sonntag Kantate, an dem es ums Singen geht). Das geht noch nicht so richtig – wir müssen noch verschiedene Auflagen erfüllen. Aber wir werden ein kleines Fest feiern. Dank gehört dazu, für Bewahrung und Hilfe, für Zusammenhalt und Fürsorge. Lob gehört dazu, an einen Gott, der Wunder tut, wie es im Psalmvers heißt. Zuversicht gehört dazu, weil Gott uns auch in schwierigen Zeiten nicht allein lässt. Weil er „aus allem, auch aus dem Bösesten Gutes entstehen lassen kann und will“ (Dietrich Bonhoeffer). Um das zu feiern, um Gott(esdienst) zu feiern, laden wir am Sonntag ein.

Damit bei dem vorgeschriebenen Abstand von 2 Metern trotzdem möglichst viele teilnehmen können, werden wir zwei Kurzgottesdienste anbieten (die Länge ist vom Oberkirchenrat auf 35 Minuten beschränkt worden). Es gibt also um 9.20 Uhr und um 10.30 Uhr einen Gottesdienst. Wie Sie es vom Einkaufen schon gewöhnt sind, bitten wir Sie, Gesichtsmasken mitzubringen. Wer keine hat kann eine an der Kirchentür bekommen. Dort gibt es auch Händedesinfektionsmittel. Leider darf die Empore nicht geöffnet werden. Die zugelassenen Plätze werden markiert und unsere Mesnerinnen werden beim Einweisen helfen. Nur die Mitglieder eines gemeinsamen Haushaltes dürfen nahe zusammen sitzen. Auch die Gesangbücher müssen wir leider wegräumen. Sie können aber eigene Gesangbücher mitbringen. Da anscheinend beim lauten Singen die Ansteckungsgefahr steigt werden wir uns damit etwas zurückhalten müssen :-)

Können Sie bis Samstag Abend 18 Uhr bei mir anrufen, wenn Sie vor haben zu kommen? (9541786). Das hilft uns, die Gottesdienstbesucher gleichmäßig aufzuteilen und so muss hoffentlich niemand an der Kirchentür umkehren, weil es schon „voll“ ist. Wer nicht kommen kann (z.B. wegen Erkältungszeichen) oder will, kann die Aufnahme nach Hause geliefert bekommen. Außerdem gibt es noch weiterhin die online-Gottesdienste aus dem Distrikt. Diesen Sonntag kommt er von Pfarrer Hennig aus Weilheim.

Ich grüße Sie mit einem bekannten Liedvers: Tut mir auf die schöne Pforte, führt in Gottes Haus mich ein; ach wie wird an diesem Orte meine Seele fröhlich sein! Hier ist Gottes Angesicht, hier ist lauter Trost und Licht.

Bleiben Sie behütet! Ihr Pfarrer Christoph Schilling

Mitteilungsblatt 23. April

© C.Schilling

Sonntag zum guten Hirten (26. April 2020)

Die gottesdienstliche Andacht zum Lesen kommt diese Woche aus Ohmden und ist unter den kirchlichen Nachrichten Hepsisau abgedruckt. Über den Jesinger youtube-Kanal (Jesingen Evangelisch auf youtube suchen) und auch über die Kirchenwebseite www.jesingen-ohmden-evangelisch.de finden Sie am Sonntag Morgen einen online-Gottesdienst von Pfarrer Schlatter aus Weilheim.

Melden Sie sich doch bitte, falls Sie Schwierigkeiten haben, das online-Angebot zu finden oder zu öffnen. Vielleicht gibt es eine einfache Lösung.

 

Gibt’s hier irgendwo Geduld zu kaufen?

Wann können wir wieder zur Normalität zurückkehren?, so fragen sich viele in diesen Tagen. Die Prüfungsklassen der Schulen sollen ja im Mai vorsichtig wieder starten, auch die Landeskirche prüft, ob erste gottesdienstliche Feiern unter besonderen Hygienemaßnahmen ab Mai wieder möglich sind.

Doch es scheint, dass wir alle noch eine Menge Geduld benötigen. Es ist, als ob man eine große Schüssel mit Wasser auf dem Kopf balancierte. Im Moment ist es austariert, aber jede Bewegung kann die Schüssel und das Wasser darin aus dem Gleichgewicht bringen und schwer ist es, das wieder einzufangen. Deshalb lässt sich auch kaum absehen, wann wieder die normalen Veranstaltungen möglich sind. Das braucht Geduld, je länger es dauert, um so mehr!

Das Wort Geduld hat sprachgeschichtlich etwas mit tragen/ertragen zu tun. Tragen ist etwas sehr Aktives. Es ist also kein dumpfes Abwarten, sondern etwas sehr Dynamisches. Wir sind keineswegs lahmgelegt durch die Corona-Krise. Wie können wir aktiv die Möglichkeiten, die wir haben, nutzen? Welche (neuen) Aufgaben legt Gott mir vielleicht gerade jetzt vor die Füße?

Wenn aber die Geduld ausgeht und die Situation schwer zu tragen und zu ertragen ist, dann vergessen Sie nicht: Gottes Güte und Geduld trägt uns. Bei ihm können wir Kraft schöpfen – und auch eine Hilfe und ein Segen für andere sein.

Das wünscht Ihnen Ihr Pfarrer Christoph Schilling

 

Angebot

Wenn die Situation auf Ihnen lastet, oder Sie einsam sind oder Ihnen die Decke auf den Kopf fällt, dann ziehen Sie sich nicht zurück. Nehmen Sie einfach Kontakt mit uns auf. Wie gut, dass ein Telefon-Anruf ohne Infektionsrisiko gemacht werden kann. Sie können mich oder jemand vom Kirchengemeinderat gerne anrufen. Auch Hilfe für Ältere und besonders Gefährdete werden wir gerne organisieren.

Mitteilungsblatt 16. April

© E. Weller

Weiterhin Wohnzimmergottesdienste aus dem Distrikt

Für kommenden Sonntag gibt es von Pfarrer Müller (Bissingen) eine Andacht unter den kirchlichen Nachrichten von Hepsisau-Neidlingen und Gebetsvorschläge aus Weilheim. Und über den Jesinger youtube-Kanal (Jesingen Evangelisch auf youtube suchen) finden Sie am Sonntag Morgen einen online-Gottesdienst von Pfarrer Bosler, Nabern.

Ist Ostern nach einer Woche noch wirksam?

Da sitzen die Jünger acht Tage später wieder in dem Zimmer im Dachgeschoss, die Türen sind zur Sicherheit verriegelt. Die Angst hat sie wieder gepackt. Eine Woche ist es her, dass sie von der Auferstehungsbotschaft überrascht wurden. Eine Woche, dass Jesus ihnen nach seinem Tod und seiner Auferstehung begegnet war, dort in Emmaus beim Abendessen, und dann in Jerusalem, wohin sie so schnell wie möglich zurückgerannt waren. Kurz waren ihre Ängste und Sorgen von ihnen abgefallen, als sie ihn sahen und mit ihm sprachen. Aber das war eine Woche her, die Ängste hatten sich wieder um ihr Herz gelegt. Und Thomas, der nicht dabei gewesen war, wollte Beweise, die sie nicht geben konnten.

Doch Jesus kommt trotz verriegelter Türen. „Friede sei mit euch!“ sagt er.

Weil er lebt, weil er auferstanden ist, deshalb kommt er wieder in ihr verrammeltes Versteck. Weil er lebt kommt er auch durch unsere Ängste, durch unsere Sorgen hindurch. Weil er lebt, deshalb können wir zu ihm beten, deshalb hört er uns, deshalb sagt er dir: „Friede sei mit dir!“

Und wir können es uns auch nach einer Woche sagen: Der Herr ist auferstanden, er ist wahrhaftig auferstanden.

Herzlich grüßt Sie

Ihr Pfarrer Christoph Schilling

Bleiben sie (bei Sicherheitsabstand) in Kontakt

Wenn die Situation auf Ihnen lastet, oder Sie einsam sind oder Ihnen die Decke auf den Kopf fällt, dann ziehen Sie sich nicht zurück. Nehmen Sie einfach Kontakt mit uns auf. Wie gut, dass ein Telefon-Anruf ohne Infektionsrisiko gemacht werden kann. Sie können mich oder jemand vom Kirchengemeinderat gerne anrufen. Auch Hilfe für Ältere und besonders Gefährdete werden wir gerne organisieren.

Mitteilungsblatt 9. April

Stille Woche“

Die Karwoche wird auch „stille Woche“ genannt, es werden keine großen und lauten Feste gefeiert. Dieses Jahr sowieso nicht. Wie laut oder still wir eine Zeit empfinden, hängt aber auch stark damit zusammen, ob unser Inneres von Sorgen und Gedanken bewegt ist (wie ein vom Sturm bewegtes Meer) oder ob wir inneren Frieden spüren und Zuversicht haben.

Für diese innere Stille braucht es mehr als Versammlungsverbote oder Ausgangsbeschränkungen.

Jesus hat innere und äußere Kämpfe bis hin zum Todeskampf auf sich genommen, damit wir Frieden mit Gott bekommen können. Vielleicht nehmen Sie sich ja in diesen stillen Tagen Zeit, draußen in der Natur oder in einer ruhigen Ecke, um dem nach-zu-denken, was Jesus für uns getan hat, wie wertvoll Sie ihm sind. Und bitten Sie doch um den „Frieden, der menschliches Denken übersteigt“.

 

Abendmahl am Gründonnerstag oder Karfreitag

Ein Abendmahl allein zu Hause? Das kommt mir vor wie ein Bild, das ich kürzlich im Internet fand: im berühmten Gemälde von Leonardo da Vinci sitzt Jesus allein am Abendmahlstisch. Die Jünger sind wegretuschiert und man sieht wie bei Videokonferenzen ihre Bilder oben auf dem Bildschirm eingeblendet. Auf dem Tisch steht noch eine Flasche Desinfektionsmittel.

Digitales Abendmahl? - geht eigentlich nicht. Hoffentlich können wir bald wieder das Abendmahl normal in der Kirche feiern. Im Moment ist es aber nicht erlaubt, und auch nicht ratsam. Da ist das Mitfeiern bei einem Fernsehgottesdienst oder im Internet wenigstens eine Notlösung.

Die Kirchenleitung verweist aber ausdrücklich darauf, dass in dieser Situation am Gründonnerstag oder Karfreitag ein Hausabendmahl oder Familienabendmahl gefeiert werden kann, auch wenn kein Pfarrer oder für das Abendmahlhalten Beauftragter dabei ist.

Eine Liturgie dafür und Anregungen, wie das auch mit Kindern vorbereitet und gefeiert werden kann, liegt am Donnerstag vor der Kirche aus oder kann im Pfarrhaus geholt werden. Außerdem finden Sie es unter www.elk-wue.de/corona/geistliches unter dem Punkt „Familienabendmahlsfeiern“.

 

Ostermorgen

Alles ist dunkel auf dem Friedhof in Ohmden. Die Grabsteine sind kaum auszumachen. Eine Kerze zeigt den Weg in die Aussegnungshalle. Mit einer Kerze werden die Besucher zu dem Stühlen geführt, die in einem großen Kreis aufgestellt sind. Die Augen, die sich langsam an die Dunkelheit gewöhnen sehen die Umrisse eines Tisches, auf dem ein großes Kreuz steht – der Altar. Nach einem Moment der Stille beginnt die Liturgie mit dem Taizé-Chorus: Bleibet hier und wachet mit mir, wachet und betet. Immer wieder Stille – dann Lesungen – und wieder Stille. Bis die Osterkerze angezündet wird und das Osterfeuer weitergegeben wird. Inzwischen ist es auch draußen schon heller geworden. Wir feiern das Abendmahl, und erinnern uns an die zwei Jünger, die bedrückt und verstört nach Emmaus gegangen waren und beim Abendmahl plötzlich merkten, dass Jesus ja bei ihnen war. Am Schluss wird uns der Bibelvers zugesprochen: „Jesus spricht: ich lebe und ihr sollt auch leben“. Jetzt ist es hell, die Sonne hat längst unsere kleinen Lichter überstrahlt. Wir singen noch: „Der Herr ist auferstanden, er ist wahrhaftig auferstanden! Halleluja!“ Danach ein weiteres Osterlied und dann gehen wir erfüllt ins Gemeindehaus zum gemeinsamen Frühstück.

Das war letztes Jahr. Das gemeinsame Feiern fehlt uns. Aber eines gilt trotzdem: Jesus Christus ist auferstanden. Sein Licht ist stärker als das Dunkel aller Corona- und Todesnächte.

Deshalb wünsche ich Ihnen: Frohe Ostern! Ihr Pfarrer Christoph Schilling

Abendgebet

Jeden Abend läuten die Glocken. Wir laden Sie ein, kurz inne zu halten, auf die Glocken zu hören und ein kurzes Gebet zu sprechen. So feiern wir gemeinsam Gottesdienst, auch wenn die Kirchen zu sind. Wenn Sie wollen, können Sie folgendes Gebet aufgreifen:

Ewiger Gott,

danke, dass du uns hörst. Wir wissen uns verbunden im Gebet.

Du siehst unsere Sorgen, kennst unsere Angst. Unser Leben ist in deiner Hand.

Wir denken an jene, die allein in ihrer Wohnung sind und gerade niemand haben, mit dem sie sprechen können.

Kümmere dich besonders um die Kranken, die Schwermütigen, die Trauernden. Sei du ihr Arzt, ihr Tröster, ihre Kraftquelle.

Wir bringen dir alle, die in diesen Tagen für andere tätig sind. Als medizinische oder pflegerische Helfer, als Versorger und Verantwortliche, als Organisatoren und als Ordnungskräfte. Pass auf sie auf und gib ihnen Kraft.

Und wir bringen dir jene, die in diesen Tagen nicht tätig sein können und deshalb wirtschaftliche Not leiden. Als Freiberufler, als Dienstleister, als Angestellte in Betrieben, die nun geschlossen sind. Schenke Lösungen, die weiterhilfen. Hilf uns, die Last der Krise zu teilen.

Wir sehen auch die Not jener Menschen, die in anderen Regionen dieser Erde von dem Virus betroffen sind. Die meisten von ihnen leben unter sehr viel schwierigeren Bedingungen als wir. Hab Erbarmen mit ihnen!

Wir wollen dir vertrauen und danken dir für deine Zusage, dass du bei uns bist. Amen.

 

In vielen Gemeinden stellen sich Menschen nach dem Läuten noch auf den Balkon oder vor das Haus und singen oder spielen ein Abendlied, wie z.B. der Mond ist aufgegangen.

Hinweis: Wenn Sie in diesen Tagen Hilfe brauchen, dann melden Sie sich doch einfach. In der Gemeinde haben wir Freiwillige, die sich freuen, Ältere und Gefährdete zu unterstützen. Auch wenn Sie ein seelsorgerliches Gespräch wünschen, können Sie mich gerne anrufen (Tel. 954 17 86)

Mitteilungsblatt vom 2. April

Wochenspruch: Der Menschensohn muss erhöht werden, auf dass alle, die an ihn glauben, das ewige Leben haben. Johannes 3,14+15


Palmsonntag

Die „Palmkätzchen“ oder Weidenkätzchen haben schon ihre weichen Blütenstände getrieben. Traditionell wurden solche Zweige für Palmsonntagsprozessionen benutzt. Am Palmsonntag erinnert man sich daran, wie Jesus in Jerusalem – reitend auf einem Esel – einzog. Viele wollten ihm damals einen gebührenden Einzug bereiten, indem sie Palmzweige und Gewänder auf dem Weg vor Jesus ausbreiteten.

Die Menschenmenge schrie laut „Hosianna, gelobt sei der da kommt im Namen des Herrn“. Damals hat die Begeisterung nicht lange angehalten.

 

Auch bei uns kommt es nicht so sehr auf große und laute Worte an. Warum nicht heute mal alles andere aus der Hand legen und in der Stille Gott bitten: „Komm zu mir, komm mit dem Frieden, der mir oft fehlt, mit deiner Wahrheit und deiner Liebe!“

 

Die Zeit, in der wir Abstand von anderen halten sollen, ist eine Gelegenheit, Gottes Nähe zu suchen. Versuchen Sie es doch ganz praktisch – z.B. beim Läuten der Glocken, oder sonst zwischendurch.


Andachten und Gottesdienste

Im Mitteilungsblatt finden Sie wöchentlich eine Andacht aus dem Limburg-Distrikt und Gebete (unter den kirchlichen Nachrichten von Hepsisau-Neidlingen und Weilheim.) Wöchentliche Gottesdienste im Internet sind auf den Internetseiten der Gemeinden verlinkt (z.B. unter www.jesingen-ohmden-evangelisch.de)


Tipp zum Händewaschen

Vor einigen Wochen wurde überall empfohlen, zum Händewaschen das Lied „Happy birthday“ zu singen, um genügend Zeit dafür zu verwenden. Jemand aus unserer Gemeinde sagte mir, dass sie lieber das Lied „Meine Hoffnung und meine Freude“ dafür benutzt. Warum eigentlich nicht? Viele Male zum Geburtstag zu gratulieren, ohne zu wissen wem, da gibt es bessere Alternativen. :-)

 

Das Lied steht übrigens im Gesangbuch Nr. 576 und heißt:


Meine Hoffnung und meine Freude, meine Stärke, mein Licht:
Christus, meine Zuversicht, auf dich vertrau ich und fürcht mich nicht,
auf dich vertrau ich und fürcht mich nicht
.

 

Diese Zuversicht wünsch ich Ihnen auch in der kommenden Woche! Ihr Pfarrer Christoph Schilling

 

Hinweis: Wenn Sie in diesen Tagen Hilfe brauchen, dann melden Sie sich doch einfach. In der Gemeinde haben wir Freiwillige, die sich freuen, Ältere und Gefährdete zu unterstützen. Auch wenn Sie ein seelsorgerliches Gespräch wünschen, können Sie mich gerne anrufen (Tel. 954 17 86)

Liebe Ohmdener

(16. März 2020)

die Ereignisse überschlagen sich und auch in der Kirche sind alle Veranstaltungen bis auf weiteres abgesagt. Das gilt auch für Gottesdienste, die seit gestern nicht mehr stattfinden. Die einzige Ausnahme sind Beerdigungen, die aber nur im engsten Familienkreis und unter freiem Himmel auf dem Friedhof stattfinden sollen. Was heute (Montag, 16.3.) noch manchen vielleicht übertrieben erscheint, kann in wenigen Tagen schon als Maßnahme zu kurz greifen.

 

Was heißt das für uns Christen?

1. Für uns gelten die üblichen Empfehlungen und Verordnungen. Alle sind aufgefordert, direkte Kontakte mit anderen so gut wie möglich zu vermeiden, Hände gründlich und häufig zu waschen, zu desinfizieren, sich nicht ins Gesicht zu fassen usw. Wer nachlässig das abtut, weil es angeblich für Jüngere nicht schlimm sei, gefährdet sich und andere.

 

2. Es wird uns bewusst, wie zerbrechlich wir sind. Ein Psalmvers, der bei Beerdigungen immer wieder gebetet wird, lautet: „Lehre uns bedenken, dass wir sterben müssen, auf dass wir klug werden“. Insofern liegt in dieser Zeit auch eine Chance. Das Dümmste ist, sein Nest in einen Baum zu Bauen, der gerade gefällt wird, sein Leben auf einen Grund zu bauen, der wegrutscht. Das heißt aber nicht, dass wir nur ans Sterben denken:

 

3. Wir können uns an Jesus Christus halten, der gesagt hat: „meinen Frieden gebe ich euch“. Auf ihn können wir unser Leben bauen und auf ihn unsere Hoffnung setzen. Das macht zuversichtlich. „Von guten Mächten wunderbar geborgen“. Wir brauchen uns also nicht ängstlich zu verkrampfen, wenn wir uns Jesus Christus anbefehlen.

 

4. Wussten Sie, dass es viele Psalmen oder Lieder gibt, die in solchen Zeiten zu uns sprechen und uns Haltgeben? Lesen und beten Sie doch wieder einmal den Psalm 23: „Der Herr ist mein Hirte, mir wird nichts mangeln...“ oder das oben erwähnte Gesangbuchlied von Dietrich Bonhoeffer „Von guten Mächten wunderbar geborgen...“. Für Generationen von Christen waren solche Psalmen und Lieder eine Stütze, und das auch in Pestzeiten und Hunger- oder Kriegsjahren.

 

5. „Keiner lebt für sich allein“, war das Thema der Predigtreihe im Januar und Februar. Wie können wir in dieser Zeit einander helfen (ohne einander zu gefährden)? Können Jüngere für die Älteren oder Immunschwachen zum Beispiel das Einkaufen übernehmen? Können wir unsere Augen offen halten und telefonisch mit denen in Verbindung bleiben, die in unserer Nachbarschaft sonst auf sich gestellt wären?
Auch wir als Kirchengemeinde Ohmden möchten uns dafür einsetzen, dass gerade die Gefährdeten nicht vergessen werden. Falls Sie Nachbarschaftshilfe brauchen aber nicht gefunden haben, können Sie sich ans Pfarramt wenden. (Oder auch, wenn Sie zu keiner Risikogruppe gehören und gerne helfen).


Natürlich können Sie sich auch in seelsorgerlichen Fragen an mich wenden (Tel. 07023 954 17 86).

In diesen stürmischen Zeiten wünsche ich Ihnen Gottes Frieden – und bleiben Sie behütet!

Ihr Pfarrer Christoph Schilling


Der Herr behüte dich vor allem Übel, er behüte deine Seele Ps. 121,5


Hinweis: Die Glocken läuten sonntags morgens auch, wenn keine Gottesdienste in der Kirche stattfinden. Sie laden ein zum Gebet zu Hause.